Auf eine glückliche Zukunft
Verfasst am 03.02.2010 um 21:22 Uhr von Toby O. Rink
Eigentlich denken wir recht oft an unsere Nachkommen. Zumindest den Eltern kommen dazu so manche Gedanken. Werden unsere Kinder eine glückliche Zukunft haben usw.? Leider wird oft daran gedacht, aber nicht immer im Sinne dieser Gedanken gehandelt …

... Nun kann man sagen, dass unsere Zukunft in unseren eigenen Händen liegt. Klar, denn das ist natürlich das Einfachste. Das stimmt ja auch irgendwo. Wir alle sind für unsere Zukunft zu einem gewissen, vielleicht auch großen Teil selbst verantwortlich. Doch so ganz einfach ist es dann halt doch wieder nicht. Denn wir alle wurden einmal ganz klein geboren und haben uns in der Zeit unserer Kindheit zu einem Großteil auf unsere lieben Eltern verlassen. Unsere Eltern wiederum haben sich auf ihre Eltern verlassen und so weiter. So werden Dinge, Angewohnheiten, aber auch unbewusste Handlungen von Generation zu Generation übertragen. Nicht umsonst hört man von älteren Menschen dann nur allzu oft die Sätze, die so beginnen: »Vor zwanzig Jahren...«. Im Alter wird dann eben auch die Vergangenheit etwas aufgearbeitet und man sehnt sich nach dem einst Schönen, das man vielleicht nicht mehr hat oder das man vielleicht auch nie fühlen und spüren durfte. Als Kind werden wir mehr geprägt, als uns das vielleicht bewusst ist. Dinge, welche Erwachsene gerne mit Sätzen wie »Stell‘ dich nicht so an...« herunterspielen, können sich ein halbes oder gar ganzes Leben im Körper einprägen. Und so fragt man sich dann als Jugendlicher oder Erwachsener, warum man vor Hunden Angst hat. Da reicht es schon, dass uns mit vier Jahren ein großer Hund entgegen gesprungen ist, wir uns erschrocken haben und die Eltern auf diesen »Schock« nicht eingegangen sind und ihn eben mit »Stell‘ dich nicht so an...« abgehandelt haben, nur weil sie gerade selbst ihre Ruhe haben wollten.
Unser Kinder in eine glückliche Zukunft zu begleiten, bedarf mehr Achtsamkeit und Einfühlungsvermögen als man glaubt. Und gewisse Dinge gehen auch noch bis ins mittlere Lebensalter hinein. Dinge, die vielleicht nicht richtig verarbeitet wurden, oder Dinge, die man nie erfahren durfte. Die Kinder dieser Welt, unserer leider etwas kaputten Welt, brauchen das richtige Handwerkszeug, um glücklich zu sein. Geistiges, wie auch praktisches Handwerkszeug. Und wir Erwachsene sind letztlich dafür verantwortlich wie die Kindern von morgen auf dieser Welt leben dürfen. Genauso wie unsere Eltern eine gewissen Verantwortung dafür zu tragen haben, was aus der heutigen Welt geworden ist.
Darum ist es heute umso wichtiger, endlich mal den Hintern hoch zu bekommen und sich für etwas, ganz egal für was, einzusetzen. Die Menschen mit Kindern sowieso, auch wenn sie gerne mal ihre Ruhe hätten. Und diejenigen ohne Kinder sollten nicht vergessen, wer sie geboren hat.
Lieben Gruß
Toby O. Rink
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