Wer nix lernt bleibt dumm. Diesen nervenden und auf der anderen Seite auch klugen Spruch haben wir als Kind oder Jugendlicher hier und da sicher schon einmal gehört. Wer kennt sie nicht die Weisen, die meinen stetig einen guten Tipp für einen zu haben und diesen immer und immer wiederholen. In den »Entwicklungsjahren« in denen man sich noch austobt, hört man eher weniger auf solche Floskeln, da man erst einmal selbst von der feinen Kost des Lebens einen Happen probieren möchte. Seine eigenen Erfahrungen machen und sie nicht gemacht bekommen. Es gibt aber auch andere. Jene, deren kleiner innerer Motor erst noch etwas angekurbelt werden muss. Da sind solche ständigen Wiederholungen vielleicht auch ganz angebracht und brennen sich irgendwann dann doch mal ein. Zum Schaden oder nicht, wird sich dann irgendwann heraus stellen. Heute denke ich etwas anders darüber als früher. Wenn ich so zurück blicke, habe ich eigentlich immer gut zugehört und mir aus meinem Bauchgefühl das heraus gefiltert, was ich für mich als sinnvoll erachtet habe. Die für mich positiven Dinge habe ich nach links aussortiert, die negativen Dinge nach rechts. Vielleicht kann man es ja auch »Mülltrennung« nennen. Die verwertbaren Dinge habe ich gesammelt, aufgehoben, aufgesaugt und weiter entwickelt. So ertappe ich mich heute immer wieder mal dabei, dass ich mir den ein oder anderen alten Tipp immer wieder mal in Erinnerung rufe, wenn er gerade angebracht scheint...