Sie scheint immer zu knapp zu sein, und es kann nie genug von ihr geben. So groß ist die Sehnsucht nach der Zeit, die man am liebsten in aller Ruhe auch einmal für sich selbst verplanen würde. Doch irgendetwas kommt immer und kommt auch immer anders. Es sei' denn, man blockt hartnäckig ab und lässt sich die Zeit, die man gewonnen hat, nicht gleich wieder rauben. Blockt man zuviel ab, fragen sich Aussenstehende irgendwann: »Hat die / der was?« oder: »Ist ja ganz schön eigenbrötlerisch« usw. usw. Sich auf längere Zeit auszuklinken und mal an seine eigene Entwicklung zu denken, kommt scheinbar irgendwie egoistisch an. Vor allem, wenn man das offen und gerade heraus und dann noch mit Freude angeht. Wer das nicht verstehen kann und die Freundschaften dann anfängt zu vernachlässigen, soll wohl auch nicht zu den guten Freunden gehören. Denn, wahre Freunde respektieren die Zeit des anderen, sie respektieren sich einander und unterstützen sich gegenseitig. Und wenn es einmal wirklich ernst wird, sind sie füreinander da und nehmen sich für den anderen Zeit...