Anstupsen bitte!
Verfasst am 31.07.2010 um 16:37 Uhr von Toby O. Rink
Ein sehr schönes Wort, verbunden mit einer Funktion aus facebook ist für mich das Wort »Anstupsen«. In facebook ist mir noch nicht so ganz klar, was hier passiert. Auch ein Test unter Freunden wollte das nicht so ganz klären und Licht in die nette und leicht direkte Aufforderung hinein bringen...

Doch ganz davon abgesehen – »anstupsen« ist nett, auf den Punkt gebracht und hat einen gewissen Charme. Ich möchte mir das Wort nun einfach einmal ausleihen und es auf das Prinzip der Aktivität übertragen. Denn auch facebook möchte mit dieser Funktion auf unaufdringliche Art und Weise Aktivität fördern und erhalten. Das ist ganz sicher so. Meine Vorstellung von Aktivität ist allerdings jene der kreativen. Kreativen Menschen geistert immer irgend etwas durch den Kopf. Das Gehirn ist stets in Bewegung, Ideen kommen und gehen. Und genau dieses »Gehen der kommenden Ideen« beschäftigt mich in Verbindung mit dem Begriff »anstupsen«.
Mein eigener Ideen-Pool besteht aus einfachen Notizen und Stichworten, aber auch aus jeder Menge Scribbles, Zeichnungen, seltener Voice-Notes oder ähnliches. Mir fällt etwas ein und ich notiere es mir oder zeichne es mir auf. Das ist alles schön und gut, sofern eine gewisse Ordnung und ein Schema des Wiederfindens vorhanden ist. Hat man so ein Schema, umso besser. Denn das ist die Voraussetzung dafür, dass man Ideen einfach und schnell wieder findet und auch zeitnah umsetzen kann, wenn ihre Zeit gekommen ist. Mein persönliches Problem dabei ist, dass sie dann eben in diesen Büchern stehen oder schön aufgezeichnet sind.
Ideen sind sehr wertvoll. Nicht nur für die eigene Weiterentwicklung, sondern auch für das Umfeld – sofern man sie versucht zu teilen. Doch was ich auch merke ist, dass viele Ideen nach einem Jahr wieder auftauchen und man dann denkt: »Scheisse, was für ein geiler Einfall. Warum habe ich den eigentlich noch nicht verwirklicht?« Und hier bin ich wieder beim Kern der Sache, bzw. beim »Anstupsen«. Wer oder was stupst mich eigentlich immer wieder an, damit solche Ideen nicht in Vergessenheit geraten? Warum gibt es eigentlich nicht so einen kleinen Geist aus der Wunderlampe, der mich hier und da immer mal wieder auf jene genialen Ideen anstupst, um sie endlich umzusetzen oder sie zumindest immer wieder einmal anzuschauen und darüber nachzudenken oder sie weiter zu entwickeln.
Mir fehlt er gerne, dieser persönliche »Anstupser«. Wie geht Ihr mit spontanen Einfällen und Ideen um? Wie und wo haltet Ihr sie fest? Welche Art von »Anstupser« habt Ihr? Die meisten Softwaretools sehen entweder sehr bescheiden aus, oder können einfach wieder zu viel, sobald sie im Namen den Begriff »Management« tragen. Doch das gute alte Buch, bzw. mehrere Bücher?
Freue mich auf gemeinsamen Austausch.
Herzliche Grüße
Toby
Weiterführende Links / Ideen-Tools:
Netzpanorama.de »
Curio »
Wridea »
Devon Think »
Herzliche Grüße
Toby O. Rink
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