Unsere Gesellschaft braucht Mit-Gestalter.
Designer formen deutschen Gesprächsstoff.
Taufen wir den Begriff »designen« einfach einmal in »formen« um. Wer nun intensiv damit beginnt zu überlegen, wer oder was sich alles »formen« lässt, wird plötzlich auf eine ganz andere Art und Weise achtsam. Wer sagt was und wie? Mit welchen möglichen Hintergedanken und auf welche Art? Werden wir nicht alle auf eine gewisse Art und Weise geformt? Schon als Kind durch die Eltern? Im Job durch Vorbilder oder Neider? Durch irgendwelche Anliegen, die wir uns von anderen aufreden lassen, und die uns dabei hindern das zu tun, was wir wirklich zu 100% mit Spaß ausüben würden? Oder unseren Kindern immer wieder nachzugeben, obwohl wir merken das wir gerade einmal wieder auf nette Art und Weise beeinflusst und geformt werden? So werden wir jeden Tag geformt oder designed. Immer wieder aufs Neue und immer wieder auf eine andere oder auch die gleiche Art und Weise.
Sich nicht formen zu lassen ist wohl mit eine der schweren Aufgaben im Leben, da sie oft auch mit Entscheidungen verbunden ist, die einem selbst und Dritten nicht leicht fallen. Sich gegen etwas zu wehren, zu sträuben oder es nicht zu akzeptieren, wird hierzulande recht schnell mit Widerstand gedeutet. Oder die Entscheidung wird nicht verstanden, da man persönlich bereits weiter gedacht hat, als diejenigen im Umfeld, die gerade von deren Umfeld geformt werden oder geformt werden möchten. Jeder ist dafür selbst verantwortlich, in welchem Umfeld er lebt und welches Ausmaß dieses annimmt. Dabei kann jeder selbst durchaus aktiv dabei mitwirken, sein Umfeld zu gestalten – eben seine Gesellschaft zu designen.
Es bewegt sich was
Manche nennen es Aufschwung, andere Veränderung und die Visionäre sehen Deutschland als Land mit einem neuen Charakter. Das spürt man unter anderem auch daran, dass ich hier nicht alleine die Initiative »Gesellschaftsdesign« gestartet habe. Auch die AGD trägt mit seinem Magazin »einViertel – Design in Gesellschaft« zukünftig dazu bei. Aber auch die Wissenschaftsakademie in Berlin startet zum 10-jährigen Bestehen eine Jubiläumsstudiengang Gesellschaftsdesign. So befinden wir uns ja schon einmal in guter Gesellschaft. Und ich meinerseits würde mich freuen auf dieser Plattform viele neue Designer und Menschen mit kreativem Talent zu treffen, denen es ein Anliegen ist, deutschen Gesprächsstoff in Form eines persönlichen Wallpapers zu visualisieren. Jegliche Gedanken sind willkommen. Positive wie kritische, überraschende wie herzhafte.
